Lebensberichte
Von Christine (69J.)
Obwohl ich schon mit 15 Jahren gerne ein Kind wollte, habe ich dann doch das dritte Kind, dass sehr schnell nach dem Zweiten kam, abgetrieben.
Ich befand mich gerade in einer schweren Brust-OP, nach dem Stillen der Tochter und konnte mir unter keinen Umständen vorstellen, wie ich nun noch ein kleines Kind versorgen sollte.....
Von Sigrid:
Im Jahr 1989 hatte ich meine erste Abtreibung und seither, trotz immer wieder durchgeführter psychotherapeutischer Behandlung, litt ich an Schuldgefühlen, speziell am Jahrestag der ersten Abtreibung gegen Ende Jänner.
Im Jahr 2009 jedoch, 20 Jahre danach, wurde es extrem heftig: ich bekam massive Blutungen, Panikattacken und Fressanfälle. Ich begab mich sofort in eine familientherapeutische Behandlung des katholischen Familienwerks, die mir auch gut half.
Von Svatka:
"Was??? Schon wieder schwanger? Oh nein, das kann nicht sein, wie soll es gehen?"
Zwar verheiratet, aber in einem fremden islamischen Land, ohne Familienanschluss außer meinem Ehemann und zwei kleinen Kindern!
Außerdem muss ich arbeiten, ein Gehalt reicht in der Heimat meines Mannes nicht...Ich schaffe das nie, ich muss schnell eine Lösung finden, schnell!
Von Timothy Hall:
"Ich liebe dich nicht genug, um Kinder zu haben". Das war die einzige
Erklärung, die ich von meiner Freundin bekam, die auch die Mutter
meines Kindes gewesen wäre.
In einem zehnminütigen Telefongespräch
hörte ich von der Frau, von der ich dachte, dass ich sie heiraten würde,
dass ich seit zwei oder drei Monaten Vater gewesen wäre.
Ich hatte keine Ahnung davon gehabt, dass sie schwanger war.
Von Kathrin (22 J.):
Mit 12 Jahren wurde ich schwer drogenabhängig und schnupfte, spritzte und rauchte mich zwei Jahre lang durch das komplette Repertoire, das die österr. Drogenlandschaft damals zu bieten hatte und wurde das erste mal schwanger und trieb ab. Später kämpfte ich deswegen sechs Jahre lang mit schwersten psychischen Problemen, die immer wieder in Selbstmordversuchen und stationären Krankenhausaufenthalten gipfelten.
Mit 14 Jahren trieb ich das zweite mal ab und verdrängte alles hinter einer Maske.
Meine Gefühlswelt erkaltete, bezog es jedoch nicht auf die Abtreibungen.
Von Birgit (39 J.):
„Wer auf den Herrn vertraut, den wird Güte umgeben". (Psalm 32,10)
Wäre ich vor dem „„SaveOne"" Kurs auf diesen Satz gestoßen, so hätte ich nicht sehr viel bis gar nichts damit anfangen können - er hätte mir einfach nicht weitergeholfen.
Weitergeholfen, meinen Abbruch, der nunmehr schon beinahe 16 Jahre zurückliegt völlig zu verarbeiten.

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